Von Redaktion
Das Ödland ruft: Obwohl Fallout 4 bereits über zehn Jahre auf dem Buckel hat, erlebt das Spiel gerade ein riesiges Comeback. Mit der „Anniversary Edition“ für die Nintendo Switch 2 und riesigen Mods, die das Spiel komplett verwandeln, ist der Klassiker wieder in aller Munde. Hier erfährst du, warum sich der Einstieg oder die Rückkehr ins postapokalyptische Boston jetzt besonders lohnt.
1. Was ist Fallout 4? Eine kurze Einführung
Fallout 4 ist ein Open-World-Rollenspiel (RPG) von Bethesda, den Machern von The Elder Scrolls: Skyrim . Die Handlung spielt im Jahr 2287, also 210 Jahre nachdem Atombomben die Erde verwüstet haben.
Du schlüpfst in die Rolle des „Überlebenden“ (auf Englisch: Sole Survivor). Nach einem langen Kälteschlaf in einem Atomschutzbunker (Vault 111) wachst du auf und dein Sohn ist entführt worden. Du begibst dich auf die Suche nach ihm in die Region um Boston, die man im Spiel „Commonwealth“ nennt.
Das Besondere: Du bist völlig frei. Du kannst die Hauptstory spielen, dir deine eigene Basis bauen oder einfach als Wanderer durch die zerstörte Welt ziehen .
2. Die Neuheit 2026: Die Anniversary Edition auf der Switch 2
Der größte Aufreger zu Beginn des Jahres 2026 ist das Erscheinen von Fallout 4: Anniversary Edition für die Nintendo Switch 2 . Das ist eine riesige Sache, denn noch nie gab es einen Hauptteil der Serie auf einer Nintendo-Konsole.
Was ist in der Anniversary Edition drin?
- Das Hauptspiel: Die komplette Kampagne.
- Alle 6 offiziellen Erweiterungen (DLCs): Darunter die beliebten Pakete Far Harbor (eine gruselige Insel) und Nuka-World (ein von Gangstern besetzter Vergnügungspark) .
- Creation Club Items: Über 150 zusätzliche Gegenstände, wie neue Waffen, Rüstungen und Baupläne für deine Siedlungen .
Lohnt sich die Switch-Version?
Laut ersten Tests ist die Portierung überraschend gut gelungen. Die Nintendo Switch 2 schafft stabile 30, 40 oder sogar 60 Bilder pro Sekunde (FPS). Besonders im Handheld-Modus macht es riesigen Spaß, durch das Ödland zu streifen. Einziger Wermutstropfen: Auch zehn Jahre nach Release sind noch einige Bugs (Programmfehler) vorhanden, die Bethesda nicht behoben hat . Das ist aber für Fans der Marke fast schon ein Kulturgut.
3. Wie spielt es sich? Die wichtigsten Mechaniken
Falls du noch nie Fallout 4 gespielt hast, sind hier die wichtigsten Spielelemente erklärt:
- Kämpfe & V.A.T.S.: Du kämpfst mit selbst gebauten Schrotflinten, Laserwaffen oder Raketenwerfern. Das Besondere ist das V.A.T.S.-System. Damit pausierst du die Zeit und zielst gezielt auf einzelne Körperteile deiner Gegner (z. B. Kopf oder Beine) .
- Siedlungen bauen: Du kannst überall im Ödland Trümmergrundstücke in blühende Außenposten verwandeln. Baue Häuser, pflanze Nahrung an, stelle Wassertanks auf und errichte Geschütze. Das ist wie Die Sims in der Apokalypse .
- Begleiter: Du bist nicht allein. Du kannst einen treuen Hund namens Dogmeat oder andere Überlebende mitnehmen. Diese Charaktere haben eigene Geschichten und mögen es, wenn du dich moralisch gut verhältst – oder böse, je nach Begleiter .
4. Die Mods 2026: Das macht den Unterschied (PC & Xbox)
Der wahre Grund, warum Fallout 4 nie stirbt, ist die Modding-Community. 2026 ist die Mod-Szene aktiver denn je. Mods sind von Fans erstellte Inhalte, die das Spiel verändern. Hier sind die heißesten Trends des Jahres:
Achtung, Survival-Fans: Wenn dir das normale Spiel zu leicht ist, solltest du den Mod FROST ausprobieren. Er macht das Spiel zu einem brutalen Überlebenskampf, bei dem der Hunger dich genauso schnell tötet wie ein Ghul .
Die Top 3 Mods 2026:
- Sim Settlements 2: Diese Mod revolutioniert das Bauen. Deine Siedler bauen ihre Häuser jetzt selbst aus, statt nur dumm herumzustehen. Dazu gibt es eine professionelle Story mit Sprachausgabe .
- Fallout Together: Das ist der große Traum aller Fans: Multiplayer. Mit dieser Mod kannst du mit einem Freund gemeinsam durchs Ödland ziehen. Im Jahr 2026 funktioniert das schon erstaunlich stabil .
- America Rising 2: Eine Erweiterung in DLC-Größe, die die berüchtigte Enclave (eine mächtige Fraktion aus den Vorgängern) zurückbringt .
Vorsicht: Seit einem großen Update von Bethesda im Jahr 2024 funktionieren viele alte Mods nicht mehr. Achte beim Herunterladen immer auf das Label „Next-Gen Compatible“ (Kompatibel mit der neuen Version) .
5. Die große Mod: Fallout: London
Ein Thema darf 2026 nicht fehlen: Fallout: London. Das ist eine gigantische Total-Conversion-Mod (sie verwandelt das komplette Spiel), die nicht in Amerika, sondern in London spielt .
Statt öder Wüste gibt es dichte, düstere Gassen und britischen Humor. Die Entwickler von Team FOLON arbeiten zwar mittlerweile an eigenen Spielen, aber ein neuer DLC für diese Mod ist noch in Arbeit . Für PC-Spieler ist das ein absolutes Muss.
6. Tipps für Anfänger (Spoilerfrei)
Du steigst gerade erst ein? Hier sind ein paar schnelle Tipps für den Start im Commonwealth:
- Sammle alles Klebeband! In Fallout 4 brauchst du Kleber (Adhesive), um Waffen zu verbessern. Klebeband und Haushaltskleber sind wertvoller als Gold.
- Leg deine Spezial-Punkte clever an: Das Attribut Charisma ist am Anfang nicht nur für Dialoge wichtig, sondern auch für die Handels-Preise. Das Attribut Intelligenz bringt dir mehr Erfahrungspunkte .
- Verlass dich nicht auf die Hauptquest: Die Hauptstory ist zwar spannend, aber die besten Abenteuer findest du, wenn du einfach losläufst und in Gebäude eindringst.
- Power-Rüstung nicht horten: Du findest früh im Spiel ein mächtiges Metall-Mecha-Kostüm (Power Armor). Benutze es ruhig, aber bedenke, dass es Brennstoff (Fusionskerne) braucht.
Fazit: Ein zeitloser Klassiker
Fallout 4 ist auch 2026 eine absolute Reise wert. Egal, ob du auf der neuen Nintendo Switch 2 unterwegs bist, auf dem PC hunderte Mods ausprobierst oder einfach nur die düstere Atmosphäre genießt – dieses Spiel bietet hunderte Stunden Spielspaß.
Die Welt ist kaputt, die NPCs haben komische Animationen, aber genau das macht den Charme aus. Zieh deine Power-Rüstung an, schnapp dir Dogmeat und erkunde das Ödland!

