Diablo 4 ist das neueste Spiel der berühmten Action-Rollenspiel-Reihe von Blizzard Entertainment. Nach dem gemischten Start von Diablo 3 und dem umstrittenen Mobilspiel Diablo Unsterblich wollten viele Fans wieder ein düsteres, blutiges und gruseliges Diablo-Spiel. Genau das liefert Diablo 4.
In diesem Artikel erkläre ich dir in einfachen Worten, worum es geht, was neu ist und warum sich das Spiel lohnt.
1. Die Geschichte: Rückkehr in eine finstere Welt
Die Handlung spielt viele Jahre nach Diablo 3. Die Welt heißt Sanctuary (auf Deutsch: Zuflucht). Sie ist zerstört, hoffnungslos und von Dämonen überrannt.
Die Hauptfigur ist Lilith, die Tochter des Dämons Mephisto. Die Fans kennen sie als „Mutter von Sanctuary“. Lilith kehrt zurück, weil die Menschen schwach geworden sind. Sie will die Welt neu ordnen – aber auf ihre eigene, blutige Art.
Du spielst einen Wanderer, der in diese Kämpfe hineingezogen wird. Deine Aufgabe: Stoppe Lilith, bevor sie die Welt endgültig ins Verderben stürzt.
Wichtig: Du musst die alten Diablo-Teile nicht kennen. Die Geschichte wird dir Schritt für Schritt erklärt.
2. Die Klassen: Welchen Helden wählst du?
In Diablo 4 kannst du aus fünf Klassen wählen. Jede spielt sich anders. Hier sind sie kurz erklärt:
| Klasse | Beschreibung | Einfach für Anfänger? |
|---|---|---|
| Barbar | Starker Nahkämpfer mit riesigen Waffen. Sehr robust. | Ja, leicht zu verstehen. |
| Zauberer | Magie aus der Ferne. Feuer, Blitz und Eis. | Mittel – man muss ausweichen. |
| Schurke | Schnell, giftig, gut mit Bögen und Dolchen. | Schwer – viel Bewegung nötig. |
| Druide | Verwandelt sich in Bär oder Wolf. Kann Naturmagie. | Mittel – sehr vielseitig. |
| Totenbeschwörer | Ruft Skelette und Golems. Kämpft mit einer Armee. | Sehr leicht – die Skelette helfen. |
Tipp für Neulinge: Beginne mit dem Barbar oder Totenbeschwörer. Diese Klassen verzeihen Fehler.
3. Das Kampfsystem: Einfach, aber tief
Die Kämpfe laufen aus der Vogelperspektive ab (man sagt auch „Isometrische Ansicht“). Du klickst mit der Maus oder bewegst dich mit dem Controller. Dein Held hat:
- Grundfähigkeiten (keine Kosten, immer nutzbar)
- Spezialfähigkeiten (kosten Energie oder Mana)
- Ultimative Fähigkeiten (sehr stark, aber lange Abklingzeit)
Gegner lassen Beute fallen: Waffen, Rüstungen, Ringe, Tränke. Du wirst ständig stärker.
4. Die Welt: Offen, düster und riesig
Frühere Diablo-Spiele waren in einzelne Akte aufgeteilt. Diablo 4 hat eine offene Welt. Das bedeutet:
- Du kannst frei durch Wälder, Wüsten, Sümpfe und Berge reisen.
- Es gibt Dungeons (kleine Kerker), die du allein oder mit Freunden spielen kannst.
- Überall lauern Weltbosse – riesige Monster, für die du Hilfe brauchst.
- Das Wetter wechselt. Manchmal wird es Nacht, manchmal stürmt es.
Die Welt heißt Schutzheiligtum (engl. Sanctuary). Sie ist voller Nebenquests, versteckter Schätze und gefährlicher Fallen.
5. Multiplayer: Zusammen gegen die Dämonen
Diablo 4 kannst du allein spielen – aber es macht mit Freunden mehr Spaß. So funktioniert der Multiplayer:
- Du siehst andere Spieler in Städten und auf der Weltkarte.
- Du kannst spontan mithelfen, wenn jemand gegen einen starken Gegner kämpft.
- Ihr könnt Clans gründen (wie Gilden).
- Es gibt Welt-Events: Zum Beispiel verteidigt ihr gemeinsam eine Stadt.
Keine Angst: Du musst nicht gegen andere Spieler kämpfen (PvP). Es gibt zwar besondere PvP-Zonen, aber die sind freiwillig.
6. Fortschritt und Ausrüstung
Das Herzstück von Diablo ist die endlose Verbesserung deines Helden. In Diablo 4 geht das so:
- Du wirst von Level 1 bis 50 normal aufsteigen.
- Danach kommt das Paragon-System: Hier bekommst du für jedes Level einen Punkt für einen riesigen Talentbaum.
- Ausrüstung hat seltene, legendäre und einzigartige Gegenstände.
- Du kannst in Dungeons spezielle Kräfte freischalten (Aspekte), die du auf deine Rüstung schmiedest.
Tipp: Verkaufe alte Ausrüstung nicht sofort. Du kannst sie bei einem Schmied zerlegen und die Rohstoffe zum Verbessern neuer Gegenstände nutzen.
7. Lohnt sich Diablo 4 für Gelegenheitsspieler?
Ja, auf jeden Fall! Du musst nicht jeden Tag spielen. Diablo 4 ist auch für Spieler mit wenig Zeit gut geeignet, weil:
- Du jederzeit speichern und aufhören kannst.
- Die Quests sind kurz (10–20 Minuten).
- Es gibt einen einfachen Schwierigkeitsgrad.
- Die Steuerung ist einfach: Maus + 4 Tasten (oder Controller).
Auch wer Diablo noch nie gespielt hat, kommt schnell rein.
8. Gibt es negative Punkte?
Kein Spiel ist perfekt. Hier sind einige Kritikpunkte von Spielern:
| Problem | Erklärung |
|---|---|
| Immer online | Du brauchst eine Internetverbindung, auch solo. |
| Wiederholungen | Endgame kann sich nach 50 Stunden wiederholen. |
| Battle Pass | Es gibt einen kostenlosen und einen kostenpflichtigen Pass – aber nur für coole Optik, nicht für Vorteile. |
| Serverprobleme | Zu Start gab es lange Warteschlangen. Jetzt ist es besser. |
Für die meisten Spieler sind diese Punkte aber kein Grund, das Spiel nicht zu kaufen.
9. Plattformen und Preis
Diablo 4 ist erhältlich für:
- PC (über Battle.net)
- PlayStation 4 & 5
- Xbox One & Xbox Series X/S
Es kostet etwa 70 Euro (Standard-Edition). Es gibt teurere Editionen mit kosmetischen Extras und dem Battle Pass.
Wichtig: Die PC-Version läuft gut auf älteren Rechnern. Blizzard hat viele Einstellungen für schwache Grafikkarten eingebaut.
Fazit: Solltest du Diablo 4 kaufen?
Ja, wenn du …
– düstere Fantasy liebst
– Lust auf einfache, aber coole Kämpfe hast
– gerne Ausrüstung sammelst und deinen Helden verbesserst
– allein oder mit Freunden spielen willst
Nein, wenn du …
– keine Internetverbindung hast
– keine Lust auf Grinden (wiederholte Kämpfe) hast
– lieber kurze, lineare Spiele ohne viel Ausrüstung spielst

